19. November 2008 – 12:46
Das Internet soll sicherer werden und neue EU-Richtlinien geben derzeit die Richtung vor.
Ein erstes Beispiel für die Umsetzung der neuen Richtlinien ist das bundesweite Projekt “De-Mail”.
Entsprechend einer EU-Richtlinie ist geplant, dass Bürger, Behörden und Unternehmen ab 2009 rechtsverbindlich elektronisch miteinander kommunizieren können.
Sicherheit ist bei der Umsetzung ein Kernpunkt und dem Missbrauch soll konsequent entgegen gewirkt werden.
Entweder durch elektronische Signatur, Bürgerkarte, Signaturkarte und Personalausweis wird sich der jeweilige Nutzer im Web überprüfen und identifizieren lassen.
Dies ermöglicht eine rechtsverbindliche digitale Kommunikationsinfrastruktur, die Transaktionen sicher macht.
Zudem werden immer weniger Behördengänge erforderlich und stattdessen sowohl von Unternehmen als auch Bürgern mit PC online abwickelt. Bürger und Unternehmen sparen somit Zeit und Geld, die
Verwaltungen das Geld der Steuerzahler.
Laut Bundesministerium soll allein der elektronische Versand von Dokumenten den Haushalt um 1,4 Mrd. Euro jährlich in Sachen Porto und Abwicklung entlasten.
Die Hürden, die eine digitale Verwaltung derzeit noch verhindern, werden damit endlich überwunden sein und dies wird sich auch in der Geschäftswelt, B2B und B2C, fortsetzen.
Zur Sache:
Was ist De-Mail?
Es folgt eine Erklärung der “Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung” – kurz: KBSt
Einfach wie E-Mail, zuverlässig und sicher wie Papierpost
Das Ziel des Projekts Bürgerportale ist es, eine einfach zu nutzende Infrastruktur aufzubauen, über die Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung Informationen zuverlässig und vertraulich austauschen können. Unter dem Namen De-Mail werden die damit verbundenen Dienste (sichere E-Mail, Identifizierungsdienst, Dokumentenablage) von privatwirtschaftlichen, aber staatlich zertifizierten Unternehmen angeboten.
Sicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz
Die sichere Kommunikation im Verbund der De-Mail-Anbieter basiert im Wesentlichen auf gegenseitig authentisierten und verschlüsselten Kommunikationskanälen. Alle Daten, die der Nutzer zur Übertragung oder Speicherung an einen De-Mail-Dienst übergibt, werden unmittelbar verschlüsselt und integritätsgeschützt.
Damit an die elektronische Kommunikation vergleichbare Rechtsfolgen geknüpft werden können wie an die heutigen papierbasierten Verfahren, werden strenge Maßstäbe für Sicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz angelegt. Auch die Identität der Kommunikationspartner muss überprüfbar sein.
Akkreditierte Anbieter und einfache Handhabung
Die privatwirtschaftlichen Anbieter weisen in einem Akkreditierungsverfahren nach, dass sie die Voraussetzungen für die Aufnahme in den De-Mail-Verbund erfüllen. Wenn sie entsprechend zertifiziert wurden, können sie am Markt als De-Mail-Anbieter auftreten und ein definiertes Set an Diensten anbieten, die interoperabel sind (d.h. auf technischer Ebene nahtlos zusammenarbeiten).
Wesentlich für den Erfolg neuer Kommunikationsinfrastrukturen ist die Akzeptanz durch die Teilnehmer. Ein Telefon, das nie klingelt, wird bald wieder abgeschafft. Eine grundlegende Anforderung an De-Mail ist deshalb die Benutzerfreundlichkeit und einfache Bedienbarkeit. Die Dienste kommen der herkömmlichen E-Mail-Kommunikation daher möglichst nahe und sollen intuitiv nutzbar sein.
Quelle: KBSt
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