Bis zu 90 Prozent der Rechnungskosten können eingespart werden!

2. Juli 2008 – 13:57

Trotz der Vorzüge des elektronischen Rechnungswesens vertrauen deutsche Unternehmen immer noch dem Papier und der manuellen - kostenintensiven - Bearbeitung.

54 Milliarden Euro könnte die deutsche Wirtschaft jährlich einsparen, wenn sie auf elektronische Rechnungsverarbeitung umstellte. Dieses Ergebnis belegt ein Forschungsprojekt der Leibniz-Universität in Hannover. Professor Michael Breitner und sein Team fanden darin heraus, dass rund 80 bis 90% der Kosten reduziert werden könnten, wenn die Unternehmen ihre Rechnungen digital empfingen und verschickten.

Trotz der beeindruckenden Zahlen stellt das elektronische Rechnungswesen eine Ausnahme in Deutschland dar. Eine Trendumfrage kam zu dem Resultat, dass lediglich 10% des gesamten Rechnungsvolumens im Business-to-Business-Bereich Deutschlands digital vorliegen. In Skandinavien ist man da schon weiter. Dort wurde schlicht und einfach erkannt, wie kostenintensiv Papierprozesse sind. Professor Michael Breitner konnte belegen, dass gerade im Rechnungseingang der Aufwand besonders groß ist. Ein Sachbearbeiter schaffe pro Stunde lediglich zehn bis 15 Rechnungen. Somit fielen pro Forderung allein drei bis fünf Euro Lohnkosten an. Breitner erwartet, dass die deutschen Unternehmen die Vorzüge der elektronischen Rechnungsabwicklung erkennen werden und diese in den kommenden ein bis zwei Jahren deutlich an Akzeptanz gewinnen werde.

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